soo gut
Apr 27th 2007EricNeuseeland
Immernoch keine Fotos, sorry. Theoretisch muesste es gehen - aber nee, is nicht.
Allerdings hab ich im Moment auch kaum die Gelegenheit, Fotos zu machen. Ich stehe jeden Tag um 6 auf, werde dann gegen 7 mit vielen anderen in klapprigen Vans zu einem Weingut gekarrt auf dem wir dann von 8 bis halb 5 arbeiten. Natuerlich haben wir regelmaessig Pausen und die Arbeit ist keine Sklaventreiberei. Aber wenn wie heute die Trauben nicht wirklich gut sind, dann macht es einfach keinen Spass (oder besser weniger Spass als sonst). Trotzdem hab ich keinen Grund, mich zu beschweren (meine Finger sind alle noch dran - gestern hab ich mich 4 mal geschnitten, heute hab ich dazu gelernt und meine dicken Winterhandschuhe getragen…). Wenn ich nicht gerade mit den anderen Arbeitern labere (standard: where are you from? what did you see in New Zealand so far? What are your plans for after work? liesse sich beliebig erweitern), philosophiere ich so vor mich hin. Dabei kau ich hin und wieder an den suessen Trauben rum (vorsicht, der Magen macht das nicht den ganzen Tag mit) oder hoere Musik (danke fuer den ipod, Kirsten).
Was mir heute das erste Mal bewusst geworden ist: das Leben kann wirklich einfach sein. Zu Hause hab ich mir sobald ich nix zu tun hatte, immer ueber Gott und die Welt Gedanken gemacht. Hier muss ich das nicht, obwohl ich durchaus Zeit dazu haette. Vielleicht ist dieses halbe Jahr die Gelegenheit, mal einfach neuzustarten bzw. die Birne freizubekommen. Faellt mir schwer, dafuer die richtigen Worte zu finden.
Und noch was: die wunderbare Kulisse Neuseelands hat manchmal fast eine hypnotische Wirkung. Vor allem wenn man allein in der Natur unterwegs ist - keine Menschenseele weit und breit - das haut einen fast um. Hoert sich jetzt vielleicht komisch an, aber ich hab solche Momente jetzt schon ein Paarmal erlebt.
Fazit: Die Welt ist doch irgendwie schoen. Ich vergess jetzt erstmal alle selbstgemachten Probleme und geniesse das Leben (aber nur ein wenig, sonst werd ich noch uebermutig).