Archive for Juni, 2007

Transformers

Manchmal ist es doch ein schoenes Gefuehl: man geht ohne grosse Erwartungen ins Kino und ist dann von einem Film total begeistert. Und das ist ausgerechnet ein Mainstream-Actionkracher mit riesigen Robotern, die sich in Fahrzeuge verwandeln koennen. Ich fand die Transformers-Actionfiguren und den dazugehoerigen Comic schon als Kind verdammt cool. Wahrscheinlich hat mir der Film auch deshalb so gut gefallen. Und es ist das erste Mal seit Matrix oder vielleicht auch Herr der Ringe, dass die Qualitaet von computeranimierten Bildern ein neues Level erreicht. Sowas freut das Kind im Manne.

Vergleichbar ist der Film wohl am Ehesten mit dem guten alten Independence Day. Nicht ganz so vollgepackt mit Pathos, dafuer aber sehr witzig und sehr schnell. Ich bin wirklich begeistert…

4 Comments »

Cold war im Hostel

Ich bin’s mal wieder mit einem Bericht von der Front. Immernoch in Hogwarts, inmitten einer epischen Schlacht zwischen Arne und Polly.

Die beiden sind die Putzkolonne des Hostels (d.h. sie arbeiten 2 Stunden am Tag fuer freie Unterkunft). Arne kommt aus Berlin und ist ein ganz witziger Kerl - ein echtes Unikat, wuerd ich mal behaupten (Arne: falls du das hier lesen solltest, immer schoen locker bleiben). Polly ist aus den USA, genauer Oregon. Sie kann locker nen vierstuendigen Vortrag ueber irgendwas halten, ohne einmal die Tonlage zu aendern… (hat 10 Jahre eigentlich ALLES studiert).

Wo liegt das Problem? Die beiden leben jetzt seit etwas mehr als 2 Monaten zusammen in einem Raum und arbeiten gemeinsam. Anfangs war alles eitel Sonnenschein - man haette fast meinen koennen, sie waeren ein Paar. Nach und nach hat sich bei beiden aber so viel Verachtung dem anderen gegenueber angesammelt, dass sie nichtmehr miteinander sprechen. Besser gesagt: Polly ignoriert Arne komplett. Ich will jetzt nicht mehr in die Materie eintauchen (perfekt geeignet fuer eine Soziologie-Hausarbeit, wie ich denke).

Mein Problem ist nun: ich hab so etwas wie eine Buffer-Funktion. Ich versteh mich mit Beiden gut (mit Arne etwas besser). Allerdings kann ich unmoeglich mit beiden zusammen was unternehmen. Das ist wirklich total bekloppt: sie spricht ganz normal mit mir, guckt ihn aber noch nichtmal an. Er beschwert sich bei mir, dass Polly ihn ignoriert… Vermittlungsversuche meinerseits haben bisher zu Nichts gefuehrt. Ehrlichgesagt hab ich auch keine grosse Lust, den Schlichter zu spielen.

Das musste jetzt einfach mal raus. Vielleicht koennt ihr ja aus dieser recht knappen Schilderung rauslesen, wie toll ich dieses Theater finde.

Ansonsten ueberwiegt allerdings noch ein positiver Eindruck von meinem Hostel. Das Gute ist: wenn’s mir garnichtmehr passt, kann ich ruck zuck abhauen ;-)

4 Comments »

Not too bad, eh?

Hoffentlich seid ihr im deutschen Sommer noch nicht alle verglueht. Hier ist das Wetter eher durchwachsen.

Aber hey, ich hab mal wieder nen neuen Job, und zwar als Bauarbeiter! Der Johannes, ein netter Bayer aus meinem Hostel, ist Zimmermann und auf seiner Baustelle haben sie noch nen Arbeiter gesucht. Wir arbeiten in nem alten Moebelgeschaeft, das nachher nicht mehr wiederzuerkennen sein wird. Meine Hauptbeschaeftigungsfeleder sind: Mauern einreissen, Beton und anderes schweres Zeug durch die Gegend karren und tiefe Loecher in steiniger Erde graben. Ihr werdet jetzt sicher denken: Hey, das hoert sich ja nach nem richtigen Traumjob an. Und ich wuerde euch darauf antworten: Hey, das ist der letzte Dreck. Meine Muskeln tun weh und ich war selten so muede geschweige denn dreckig. Trotztem ist das mal ne interessante Erfahrung. Zu Hause hab ich ja mal hin und wieder angepackt, wenn’s zum Beispiel ans Dachdecken ging. Aber 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag ist das doch was Anderes. Ich werd’s wohl nicht allzu lange machen, obwohl die Arbeitskollegen cool sind und der Chef recht spendabel (nach Feierabend gibt’s dann schonmal Geld fuer ein Paar Bier).

Noch was: deutsche Handwerkskunst ist hier sehr gefragt. Die wollen Johannes am Liebsten nie mehr gehen lassen. Kein Wunder, so wie der heute mit dem Presslufthammer durch die Gegend gebraust ist ;-)

Und noch was: ich hab heute Abend mein selbstgemachtes Bami Goreng total versalzen. So ein Mist, dabei hatte ich so richtig Kohldampf…

14 Comments »

Was gibt’s Neues?

Spiele immer noch eine Nebenrolle in der Live-Seifenoper in Dunedin. Mann, reichlich Stoff fuer einen Roman - allerdings bin ich mir immernoch nicht sicher, in welchem Genre man den am Besten ansiedeln sollte. Dazu mehr, wenn ich die Einzelnen Protagonisten dazu ueberreden konnte, Einzelportraits anzufertigen. Die sind scheuer als so mancher Kiwi-Vogel.

Gestern gab’s hier ein quasi Nationales Event: eine Winter-Schwimmveranstaltung im 7 Grad “warmen” Meer. Teilweise lustig verkleidete Kiwis watscheln ins Wasser, planschen ein wenig rum und bekommen anschliessend eine kostenlose, warme Suppe. War ein grosser Spass, sich das anzuschauen:

PICT3013  Large

PICT3014  Large

PICT3017  Large

War sicherlich das groesste Event im ganzen Land, denn sowohl Fernsehen, Radio als auch Zeitung waren voll damit.

Ich war zwar schon oft im Botanischen Garten, aber neulich hab ich erst die Vogelgehege entdeckt. Da gab’s ein Paar richtig coole Voegel zu sehen und zu hoeren:

PICT2999  Large

PICT3004  Large

Stay tuned for more random NZ-information

12 Comments »

ein Paradies fuer Soziologen

Nun hab ich mich erstmal wieder in Hogwarts eingenistet und werd wohl erstmal ne Kleinigkeit bleiben. War wirklich ein schoenes Gefuehl, die ganzen freudig ueberraschten Gesichter zu sehen, als ich ploetzlich wieder vor der Tuer stand. Waren fast alles, wie vor meiner Abreise. Es ist wirklich mal interessant, laengere Zeit mit den gleichen Leuten an einem Ort zu verbringen (ich hab ja vorher noch nie in ner WG gewohnt, weshalb das fuer mich recht neu ist). Ich bin live dabei, wenn sich Beziehungen entwickeln, anfangen zu kriseln und dann letztendlich doch alles gut wird (zumindest ist aktuell alles paletti). Leider hab ich in meiner kurzen Abwesenheit auch spannende Entwicklungen verpasst - vielleicht haette meine professionelle Intervention dazu gefuehrt, dass wir noch ein drittes Paerchen im Hostel gehabt haetten ;-) Aber was schreibe ich da… hoert sich alles ein Wenig nach Seifenoper an, nicht wahr?

Die naechste Zeit wird es bestimmt nicht allzuviele Landschaftsbilder auf dieser Homepage geben, da ich ja Dunedin schon abgeklappert habe. In ein oder zwei Wochen werd ich mich jedoch Richtung Norden aufmachen. In Kaikoura soll es viele Wale, Robben, Delphine etc. zu sehen geben und in Blenheim koennte ich mich wieder auf einem Vineyard nuetzlich machen. Aber wie mir die bisherige Erfahrung gezeigt hat, sollte man hier nicht lange im Voraus planen. Die spontanen Entscheidungen waren bisher immer die Besten.

Stay tuned

4 Comments »

Was, schon Halbzeit?

Kaum zu glauben, aber vor genau 3 Monaten ab ich mich von Frankfurt aus auf den Weg gemacht, um ans andere Ende der Welt zu fliegen. Ehrlichgesagt hab ich mich selbst fuer etwas verrueckt gehalten: noch nie in einem Flugzeug gesessen und dann gleich die weiteste Strecke fliegen, die es gibt? Ziemlich bekloppt eigentlich, wenn das nicht so viele machen wuerden. Und als ich dann erstmal den Jetlag hinter mir hatte, hab ich mich hier auch ganz schnell zurecht gefunden. Die freundlichen und entspannten Neuseelaender waren dabei recht hilfreich. Insgesamt kann ich ein recht positives Fazit ziehen (was sicherlich auch aus meinen Berichten hevorgeht). Allerdings muss ich zugeben, dass hin und wieder, aus heiterem Himmel, auch mal etwas Heimweh aufkommt. Das flaut aber auch ruck zuck wieder ab. Schaetze mal, dass das eine ganz normale Begleiterscheinung des Reisens ist.

Wie waer’s mit einem kleinen Foto-Rueckblick?

Ankunft in Auckland:

PICT2445
Der Apfelpfluecker:

PICT2518

Wellington:

PICT2545  Large

Westkueste:

PICT2596

Franz Josef Gletscher:

PICT2634

Wanaka:

PICT2746

Rumspinnen in Wanaka:

PICT2783

Schafscheren:

PICT2822  Large

Milford Sounds:

PICT2805  Large

Dunedin:

PICT2845  Large

Christchurch:

PICT2949

Jetzt hab ich wahrscheinlich das Format einiger Bildschirme gesprengt… naja, wird schon gehen.

8 Comments »

besoffene Kiwi-Weibchen

Koennt ihr euch noch erinnern, dass mich in Dunedin ne recht angetrunkene Kiwi-Frau angemacht hat? Heute hab ich so etwas Aehnliches bei meinem Zugtrip an die Westkuest wieder erlebt. Diese 30-jaehrige Kiwi-Dame war allerdings recht hartnaeckig - wollte mich sogar mit Gratis-Drinks gefuegig machen. Die hab ich natuerlich gerne getrunken, obwohl ich noch nen Kater vom Vortag hatte. Sie war mit ner ganzen Truppe stark alkoholisierter Kiwis unterwegs, die ordentlich Stimmung in mein Abteil gebracht haben. Unter den Leuten war auch ihr Freund, eine Tonne von nem Kerl. Der war gottseidank viel zu besoffen, um sich ueber den Fremdgeh-Versuch seiner (auch recht schweren) Freundin aufzuregen. Haette der sich auf mich draufgesetzt, waer von mir nicht viel uebriggeblieben. Wie bin ich sie losgeworden? Unsere Wege haben sich letztendlich in Greymouth an der Westkueste getrennt (gut, dass ich die Rueckfahrt fuer den gleichen Tag gebucht hab).

Fazit: die Kiwis sind nicht nur fuer Smalltalk offen, sondern einige sogar fuer Partnertausch. Allerdings scheinbar nicht die Richtigen :-(

Achso, die Zugfahrt war sehr ansehnlich. Dramatische Schluchten, Berglandschaften und ein sehr langer Tunnel. Sogar das Wetter war ausgezeichnet, obwohl es auf dem Aussichtswagen eiskalt war. Naja, was soll man in den Alpen auch anderes erwarten.

Ich hab auch einige Schnappschuesse gemacht. Die kommen allerdings nicht ansatzweise an die Realitaet ran:

PICT2997  LargePICT2991  LargePICT2985  LargePICT2975  Large

3 Comments »

Plastic bag terror

Es ging so gegen halb 7 morgens los und dauerte ca. eine Stunde an: ein grauenhaftes Rascheln in verschiedenen Intensitaetsstufen. Die Japanerin in meinem Zimmer hielt es wohl fuer eine gute Idee, all ihre Habseligkeiten in diese kleinen Rascheltueten einzuoacken, die man hier in jedem Supermarkt hinterhergeworfen bekommt. Japaner sind dank ihr in meinem Nationalitaeten-Ranking weit nach hinten gerutscht…  Nachdem sie nun endlich abgereist war, hab ich erstmal ausfuehrllich mit der Hollaenderin, die auch im Zimmer war, ueber sie hergezogen. Hat zwar nix gebracht, is aber trotzdem ein gutes Gefuehl.

Ist abgesehen von diesem Raschel-Erlebnis garnicht so schlecht, in nem Raum nur mit Frauen zu schlafen: keiner schnarcht (vielleicht ich, aber das kann mir ja egal sein) und es riecht auch besser ;-)

Anschliessend hab ich mir erstmal ne Droehnung Kultur in Form von Museen und Galerien verpasst. Das war angenehm leise und sogar recht interessant.

Morgen fahr ich denn mit der TranzAlpine Eisenbahn von der Ostkueste zur Westkueste und wieder zurueck. Soll ein sehr ansehnlicher Trip sein. Das will ich bei dem Preis auch schwer hoffen…

PICT2948PICT2937PICT2945

4 Comments »

Christkirche

Vor kurzem bin ich in Neuseelands drittgroesster Stadt eingetrudelt. Christchurch ist ganz nett, aber nach dem charaktergeladenen Dunedin kommt mir hier alles irgendwie fad vor. Kann aber auch daran liegen, dass ich mich in Dunedin so gut eingelebt hatte.

Die Stadt hat einen riesigen Park plus botanischen Garten, eine grosse Kathedrale und sehr viele edle Schulen, an denen scheinbar hauptsaechlich asiatischen Kindern Englisch eingetrichtert wird.

Die ersten 2 Tage hab ich in einem sehr zentralen Hostel verbracht, das mehr wie ein Hotel wirkte. Heute bin ich in ein Kleineres, etwas abgelegeneres umgezogen. Man muss zwar einen kleinen Slum passieren, um hierher zu gelangen, aber dieses Hostel namens Vagabound hat recht viel Flair.

Das Wetter ist immernoch nicht wirklich winterlich, obwohl ich heute ohne Jacke doch ein wenig gefroren habe.

Am Montag nehm ich nen Shuttlebus zurueck nach Dunedin, um wieder mit meinen verrueckten Hostelfreunden vereint zu sein. Hoffentlich hat sich die Gruppe noch nicht aufgeloest. Und hoffentlich gibt’s da im Supermart immernoch Krombacher (mann, ich haette beinahe vor Freude geheult, als ich das gesehen habe).

6 Comments »

Queenstown, 2nd round

Dank meines Busunternehmens bin ich mal wieder in Queenstown gelandet. Der Ort macht mich ganz kribbelig: hier laufen einfach zu viele coole Kiddies rum, die ihr Geld mit Bungi, Party und cool sein verbringen. Nix fuer jemanden wie mich…

Heute wollte ich einfach mal ein wenig Wandern gehen, denn immerhin ist die Gegend hier wunderschoen (das muss man Queenstown lassen). Also rauf auf den naechsten Berg, wo man natuerlich auch in die Tiefe jumpen kann. Das ist mir aber zu adrenalinlastig, also wandere ich lieber wieder runter. Bloed nur, dass ich irgendwie einen alternativen Weg einschlage und dann doch noch ein wenig Adrenalin (beim Ueberqueren reissender Fluesse und einigen Kletterpassagen) produziere. Naja, runter kommen se ja bekanntlich immer ;-)

Morgen geht’s dann schon weiter nach Mt Cook und Christchurch. Und dann nix wie nach Hause … nach Dunedin

Ein Paar recht nette Bilder gibts in der Fotogalerie zu Queenstown zu finden.

5 Comments »

- Next »