Archive for August, 2007

Hoch im Norden

Gestern hab ich mit der Cindy aus Berlin einen wunderbaren Ausflug ans Cape Reinga gemacht. Dort treffen Tasman Sea und Pacific Ocean aufeinander, was durchaus beeindruckend aussieht. Und windig war es da, wir waeren beinahe weggeflogen. War echt cool, dass Cindy mich mitgenommen hat und ich ihr dafuer nur Abendessen kochen musste. Scheint ihr geschmaeckt zu haben (vielleicht wollte sie auch nur hoeflich sein…)

Was hab ich sonst so getrieben? Ein wenig Maori-Kultur geschnuppert in Weitangi. Dort wurd ein wichtiger Vertrag zwischen England und Maori-Chiefs abgeschlossen. Recht informatives Freiluftmuseum. Nach dem ganzen Rumgegurke gestern (ca. 7 Stunden im Auto) bin ich heute bei strahlendem Sonnenschein wieder Wandern gewesen. Puh, bin janz schoen oppe.

Cindy im Wind:

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Endlich Erleuchtung:

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Das Cape:

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Die Sahara? Nein, nur gewaltige Sandduenen am 90 Mile Beach:

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Maoris kennen wohl keine Zensur:

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Hostel mit Aussicht:

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Heavy rain in paradise

Der Countdown laeuft. Nur noch 9 Tage und dann gehts zurueck nach Deutschland. Ich freu mich zwar, aber irgendwie bin ich auch traurig, dass sich diese aussergewoehnliche Zeit dem Ende zuneigt. Bin mal gespannt, wie sich das anfuehlt, wieder in eigenen Bett zu schlafen ;-)

Die Bay of Islands ist wirklich paradiesisch. Malerische Straende, kleine Kuestenstaedte und dichte Waelder garniert mit fast sommerlichen Temperaturen und bis vor Kurzem mit tadellosem Sonnenschein. Allerdings regnet es seit gestern ununterbrochen. Naja, ich hab noch ein dickes Buch zu lesen und das Hostel ist sehr gemuetlich. Und Faulenzen kann man ja auch mal ein Paar Tage, nicht wahr? Obwohl, ein Bisschen kribblig macht mich das schon - ich brauch halt meinen taeglichen Ausgang.

Trotzdem hab ich einige Fotos bei Sonnenschein schiessen koennen. Et voila:

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lauter interessante Leute

Heute hab ich nen Ausflug nach Russel gemacht. Kleines Kuestenstaedchen und erste europaeische Siedlung in Neuseeland. Zwischenzeitlich bekannt als Tummelplatz von Kriminellen, Prostituierten und allerlei Abschaum. Neuerdings allerdings eher schicker Touri- und Badeort. Sitz ich also in Russel im Restaurant, gesellt sich ein Amerikaner zu mir, der schon lange in Neuseeland lebt (ca. Mitte 40). Sehr interessanter Kerl, der vieles zu erzaehlen hat. Wir wickeln das Typische auch in wenigen Minuten ab und kommen dann zu etwas tieferen Themen. Das reicht dann in etwa von Theorien zu einer weltweiten Verschwoerung zur Erlangung der Weltherrschaft ueber “Was koennen wir aus dem Film Matrix ueber unsere Gesellschaft lernen?” bis hin zu Thema “verschiedene Ebenen der Existenz”. Das muesste ich natuerlich noch genauer erklaeren, aber dazu brauch ich mehr Zeit und am Besten ein Paar Flaschen Wein… insgesamt haben wir gute 2 Stunden gelabert. Ich weiss nicht ganz was ich davon halten soll. War aber sehr interessant und lehrreich, auch was mein Englisch betrifft, das klar an seine Grenzen gestossen ist.

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Argh, die Deutschen!

Ach du meine Guete, in den letzten Tagen werde ich von ihnen verfolg. Sie sind ueberall und gnadenlos. Deutsche Backpacker! In all ihren unterschiedlichen Auspraegungen und Stadien. Vielleicht wollen sie mir nur helfen, mich wieder auf Deutschland einzustellen. Aber ich hab das Gefuehl, dass meine Englischkenntnisse von Tag zu Tag verkuemmern. Is schon komisch: ich konnte ne ganze Weile nicht verstehen, warum alle sagen, Neuseeland waer bevoelkert von uns… aber hier im Norden kann ich das nur bestaetigen. Und ich mag es nicht unbedingt. Immerhin will ich schon gerne mal Englisch sprechen…

Klar, dass ich neulich mit 2 Deutschen bei Rotorua wandern war:

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Und in Thames hab ich zwar nur nen kleinen Zwischenstop eingelegt (die Stadt ist soo tot), aber in meinem Hostel waren ausschliesslich Deutschsprachige (ein Schweizer, 3 Deutsche). Irgendwer von denen hat meinen Kakao geklaut und von meinem Nutella genascht.
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Nun bin ich in Paihia. Sehr schoen gelegen in der Bay of Islands. Und natuerlich massenweise Deutsche. Ich hab aufgegeben. Warum eigentlich noch versuchen, in Neuseeland Englisch zu sprechen? Man blamiert sich doch nur, wenn der andere direkt in Deutsch antwortet…

Alles halb so wild, aber kommt mir schon manchmal komisch vor

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Freundlichkeiten

Langsam sollte ich mir wieder abgewoehnen, jeden Vorbeikommenden mit einem freundlichen Laecheln im Gesicht zu gruessen. Also kein Gid’day, mornin’, hello (gesprochen wie helau), hi, how ya doin’ mehr. Stattdessen das doch recht typisch deutsche in ne andere Richtung schauen oder mit irgendwas beschaeftigt sein und dann vielleicht im letzten Augenblick noch ein “Tach” raushauen…

Hier verwickelt einen jeder Zweite in ein Gespraech, was meistens ganz nett ist und manchmal etwas unangebracht. Aber egal, Neuseelaender sind in der Regel freundlicher als Deutsche - da gibt’s nix dran rumzureden. Aber vielleicht kann ich ja etwas von der Kiwi-Mentalitaet nach Deutschland rueberretten. Wenn ich dann allerdings bei dem Versuch, mit einer Kassiererin im Supermarkt ins Gespraech zu kommen, nur in ein ausdrucks- und verstaendnisloses Gesicht schaue, werd ich mich wohl schnell wieder umgewoehnen.
Und sie lieben ihr Gras. Ich hab zwar nicht Buch gefuehrt, aber in dem halben Jahr wurden mir sicher so um die 100 Joints angeboten. Ist mir fast peinlich, die jedesmal abzulehnen… aber ich wuerd mich eh nur blamieren, da ich nicht rauchen kann ;-)

Cookies wuerd ich vielleicht mal probieren… eventuell, wenn es nicht illegal waere, versteht sich.

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Wandern und schwitzen

Heute war Wandertag. Diesmal fuehrte mich mein Weg durch einen Redwood-Wald mit praechtigen Baeumen und schicken Farnen. Das ganze Auf und Ab hat mich schon ganz schoen zum Schwitzen gebracht. Nacher war ich dann noch mit Neill und Marc, zwei englischen Weltreisenden, im Polynesian Spa (ganz schoen heisse Becken von 39 bis 43 Grad). Jetzt bin ich extrem entspannt und nur etwas genervt, weil die Englaenderin neben mir hier im Internetcafe mit Skype telefoniert und alle 2 Minuten in Traenen ausbricht.

Bilder hab ich auch grad massenweise hochgeladen:

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Achso, die eher schlcheten Maori-Pics sind auch hochgeladen:

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Sozialer Brennpunkt

Rotorua ist schon was Besonderes. Nicht nur, weil die Stadt auf einer vulkanisch aktiven Platte errichtet wurde (weshalb es hier aus allen Ecken und Enden dampft und nach Schwefel stinkt) sondern auch weil es hier eine der groessten Maori-Gemeinden Neuseelands gibt. Das ist allerdings auch problematisch, denn leider haben Maori nicht wirklich die gleichen Chancen wie die weissen Neuseelaender. Oder vielleicht machen sie nicht so viel aus ihren Chancen… immerhin stammen sie von stolzen Kriegern ab und tun sich vielleicht schwer damit, jeden morgen ne Krawatte umzubinden und ins Buero zu gehen. Kann ich nicht wirklich beurteilen. Fakt ist allerdings, dass ueberduchschnittlich viele Maoris arbeitslos, kriminell und drogensuechtig sind. Und Rotorua bestaetigt dieses Bild. Es wird dringends davon abgeraten, nachts in die Naehe des Parks zu gehen, da man dort leicht Opfer einer der Maori-Jugendbanden werden koennte. Auch Autos sind hier nicht immer sicher vor Einbruch oder eingeschlagenen Scheiben. Hoert sich jetzt fuer deutsche Grossstaedter nicht so dramatisch an, ist aber in Neuseeland schon schockierend.

Das heisst jetzt aber beiweitem nicht, dass Maoris boese sind. Ganz im Gegenteil: die Meisten sind sehr freundliche Leute. Gestern Abend hab ich an einem Maori-Konzert (inklusive des beruehmten Haka-Kriegstanzes) mit anschliessendem Hangi (traditionelles Mahl) teilgenommen. Das war wirklich der Hammer - und ich war schon lange nicht mehr so satt. Bilder kann ich grad nicht hochladen aber leider sind die eh nicht gut geworden. War halt recht dunkel. Wuerd ich auf jeden Fall jedem Neuseeland-Reisendem empfehlen, auch wenn es schon eine sehr typische Touristen-Attraktion ist. Am alle Frauen: die Maori-Krieger haben verdammt wenig an und sind bis auf den Chef ziemlich durchtrainiert. An die Maenner: wer auf etwas molligere Frauen steht, wird hier definitiv fuendig :-)

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Waiotapu Thermal Wonderland

Heute hat mich meine nette franzoesisch-schweizerische Zimmer(und Leidens)Genossin mit ins Thermal Wonderland genommen. Das war schon was… obwohl wir leider den taeglichen Geysierausbruch verpasst haben. Dafuer durften wir an - hoechtwahrscheinlich giftigen - Daempfen schnueffeln und uns bunte Schwefelbecken anschauen. Das war schon was Besonderes, diese aeusserst aktive Landschaft zu durchstreifen. Natuerlich ist auch die Kamera reichlich zum Einsatz gekommen. Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte:

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und mehr wie immer unter “Photos”.

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Kann sowas wirklich passieren?

Traum oder Wirklichkeit? Leider letzteres…

Aber ich sollte von vorne anfangen, nicht wahr?

Gestern Abend war ich mit ner guten Truppe in Taupo unterwegs und bin nicht ganz nuechtern nach Hause gekommen. Soweit alles wie gehabt. Jetzt haltet euch fest. Mitten in der Nacht hoer ich, wie der Waliser, der noch deutlich spaeter als ich in den Dorm-Raum getorkelt ist, aus seinem Bett krabbelt, sich in eine Ecke des Raumes stellt, die Hose runterlaesst und anfaengt, zu urinieren… und ich raste natuerlich aus und schrei ihn an. Muss wohl sowas bei rausgekommen sein wie: “Don’t piss in the room, asshole.” Am liebsten waer ich aufgesprungen und haette ihn verdroschen. Aber gottseidank hat er sich so ertappt gefuehlt, dass er sich auf Toilette verzogen hat und nachher zumindest einigermassen saubergemacht hat. Dagegen war Sex im Dorm (siehe frueheren Blogeintrag) was voellig Anderes und Harmloseres. Mit dem Geruch in der Nase war an Schlaf nicht zu denken. Hab ich mich halt mit Mordfantasien beschaeftigt.

Jedenfalls ist der Kerl sehr frueh am Morgen abgedampft, so dass ich mich leider nicht mehr weiter mit ihm unterhalten konnte. Die Maedels im Raum haben garnicht so richtig mitbekommen, was geschehen ist. Die Gluecklichen…

Die Story durfte ich heute ca. 1000 Mal im Hostel erzaehlen und musste sie natuerlich auch hier im Blog verarbeiten. Sorry, aber das konnte ich euch nicht ersparen.

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Ugly north island? Not really

Mein erster Eindruck von Taupo war nicht soo berauschend. Die Stadt an sich ist auch nichts Besonderes. Nur rundherum gibt’s schon einiges zu sehen. Das beruehmte Tongariro Crossing (eine siebenstuendige Tageswanderung in einer unirdischen Vulkanlandschaft und rund um Mount Doom - bekannt aus “Herr der Ringe”) ist momentan wegen Schneefalls geschlossen, aber auch so kann man einige nette Wanderungen machen. Gestern zum Beispiel war ich gute 5 Stunden zu Fuss unterwegs und hab mich davon ueberzeugt, dass die Nordinsel auch recht malerische landschaften zu bieten hat. Vielleicht ueberzeugen euch die Bilder ja auch:

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Eine sehr heisse Quelle, die stark von Badegaesten frequentiert wird (das Foto hab ich relativ spaet gemacht, als keiner mehr da war. Kommt nicht soo gut, halbnackte Menschen zu fotografieren)

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Irgendwie mag ich Wolken. Die laufen nicht weg, wenn man sie fotografieren will.

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Bei Baeumen verhaelt es sich genauso.

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Hach, Fluesse haben schon was Beruhigendes…

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Naja, vielleicht nicht immer.

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Extrem zugaengliches Wildlife. Diese Schwaene haben mir irgendwie Angst gemacht.

Die Galerie ist voll von Bildern. Mit der neuen Kamera geht das Fotografieren viel leichter von der Hand.

Ich bleib uebrigens noch ein Paar Tage in Taupo und dann gehts nach Rotorua, wo’s immer nach faulen Eiern stinkt…

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